Ein endlos gehaltener Ton wäre vollkommen ohne Bedeutung, weil letztlich für das Ohr nicht wahrnehmbar, denn erst die Variationen = Modulationen akustischer Schwingungen erzeugen Sprache oder Musik und damit Bedeutung = Wahrnehmung.
Die meisten Signale in unserer alltäglichen Umwelt wie Töne, Licht, Telefon, Radio basieren auf physikalischen Phänomenen, die sich über große Distanzen ausbreiten. Erst ihre Modulation verleiht ihnen jedoch die Eigenschaft im Empfänger Informationen zu erzeugen.
In unserem Körper spielen sich ebenfalls Prozesse dieser Art ab: biochemische Signale, elektrische und mechanische Impulse ebenso wie Lichtreize werden durch Modulation zu Informationen, die sich im Verhalten von Zellen und Organen manifestieren. Auch im Körper unterscheiden wir Frequenzen, Amplituden und Phasenverschiebungen.
Sinn ist dementsprechend ein quantitatives Phänomen, d. h. welche Signale, wie viele Signale erreichen mit welcher Frequenz, Ampiltude, Phasenverschiebung z. B. Rezeptoren auf der Zellmembran. Wie viele und welche Rezeptoren auf der Zellmembran senden Signale in die Zelle bis in den Zellkern... usw. usw. ...

Der Begriff Modulation trifft meist auf Unverständnis. Eigentlich habe ich bis heute nicht wirklich verstanden warum, wo doch jede Musik, jede Wahrnehmung auf dem Prinzip der Modulation beruht. Jeder, der mit Musik arbeitet, der wird mit diesem Begriff vertraut sein müssen. Frequenzmodulation und Amplitudenmodulation sind ja über das Radio längst als Abkürzungen wie FM und AM in unsere Alltagsbegriffswelt übergegangen. Warum ist es so schwer, diesen Begriff auch für die Biologie und Medizin zu akzeptieren, warum wird Modulation oft in die Esoterikecke gedrückt, wo sie doch auf ganz nüchterner Naturwissenschaft fusst?
Modulation verleiht physikalischen Phänomenen die Eigenschaft, Informationen zu übertragen. Die Modulation von Frequenz, Amplitude und Phase ergibt Klang und Rhythmus. So wie Musik das Ergebnis einer Vielzahl von Modulationen ist, ergeben sich aus der Modulation von Millionen gleicher und unterschiedlicher Signale, aus Millionen von Sendern und Empfängern, aus der Art der Signale, der Signalstärken, der Frequenzen, Interferenzen und wiederum derer Modulationen verschiedenste Körperzustände. Körperzustände bedeutet nichts anderes als das, wie wir uns fühlen: gut, wohl, nervös, krank, glücklich, müde etc., etc. ...

Seit drei Jahren in etwa bezeichnen wir Biestmilch als einen Modulator. Big deal? Nein, gar nicht, wenn Modulation nichts anderes bedeutet als Veränderung, dann ist ein Modulator einer, der Veränderungen in einem komplexen System erzeugen kann.
Also einfacher gesagt: Biestmilch ist eine Substanz, die meinen Zustand beeinflusst, denn ich bin nun einmal komplex, daran kann wohl kein Zweifel bestehen! Mit Biestmilch geht es einem einfach besser, man verträgt mehr Stress, wird schneller gesund, wird weniger häufig krank, altert langsamer, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Die Wirkung in einem linearen System wie einer Dominosteinreihe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagbar, in einem komplexen System wie dem Körper eines Individuums ist nicht einmal die Wirkung einer so bekannten und gut erforschten Substanz wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) vorhersagbar.
Das ist, so glaube ich, das Problem, diese Unübersichtlichkeit, dieses nicht Vorhersehbare, dieses Komplizierte. Komplexität ist für uns beinahe identisch mit Unübersichtlichkeit, Unsicherheit und Bedrohlichkeit, nicht umsonst verwenden wir, wenn auch fälschlicherweise, den Begriff Chaos.
Wenn es in der Biologie bzw. Medizin ein Modell gäbe, das die Modulation als eine Methode zur Beeinflussung komplexer Systeme darstellen und rechnen könnte, dann wäre endlich eine Möglichkeit eröffnet, Verhaltens- bzw. Zustandsänderungen eines Systems durch Modulation unmittelbar zu beobachten und zu messen. Dem Begriff der Modulation würde damit eine Konkretheit gegeben, die ihm bis heute fehlt. Modulation hätte dann die Chance, zu einem unumstrittenen Therapieprinzip zu werden, und Biestmilch als Modulator würde auch nicht mehr belächelt werden.
Biestmilch ist mit ihrer Vielzahl an bioaktiven Molekülen selbst ein komplexes System und ist damit vielleicht der bisher kompletteste rein biologische Systemmodulator, der entdeckt wurde. Jedenfalls spricht die Vielseitigkeit ihrer Einsatzmöglichkeiten ganz für diese Annahme. Biestmilch enthält Moleküle aller drei Supersysteme der Regulation: Nervensystem, Immunsystem und Hormone.