Ethnografie ist eine Methode der Ethnologie. Es werden die Eindrücke der teilnehmenden Beobachtung in Form von Feldforschungen genau dokumentiert und multimedial aufgezeichnet. Natürlich sind wir keine richtigen Feldforscher, was den Zeitrahmen anbelangt sind wir eher Instant-Feldforscher.
Aber dennoch, wir wagen uns in die Wildnis, hinaus aufs Feld in Gebiete, die uns nicht vertraut sind. Verlassen die sicheren Mauern des Büros und setzen unsere Konzepte dem Härtetest in eben dieser »Wildnis« aus. Und wir dokumentieren unsere Erfahrungen und geben sie an dieser Stelle an Sie weiter.
Sie ist eine spezielle Form der völkerkundlichen Forschung und bedeutet übersetzt "Völkerbeschreibung". Das zentrale Anliegen der Ethnographie besteht darin, das Leben und die Sozialstruktur fremder Kulturen aus deren Sichtweise zu verstehen.
Für uns ist dieser Ansatz umstritten, da es immer der Beobachter ist, der beobachtet und es der Beobachter ist, der schreibt, filmt oder spricht. Der Beobachter erzählt die Geschichte. Wenn er sich einlässt, kann diese Geschichte verbinden, Netzwerke entstehen lassen.
Chris McCormack, Nicole Leder und Frank Vytrisal kochen bei Biestmilch. Eine heitere Reportage.
Auch die Soziologie hat in den 20er Jahren des 20. Jh. ethnographische Methoden entwickelt. Im Unterschied zur ethnologischen Ethnographie beschäftigt sich die soziologische Ethnographie mit der eigenen Gesellschaft. Ethnographische Forschung ist nicht mehr nur auf außereuropäische Gesellschaften beschränkt. Es geht auch nicht mehr ausschließlich um die Betrachtung einzelner Ethnien. Vielmehr werden kleinere, multiethnische Gruppen, die Bewohner eines Stadtteils, die Belegschaft eines Büros, Wissenschaftler in einem Labor oder Jugendbanden zum Gegenstand von ethnographischer Beobachtung. Also gehören wir eher zu den soziologischen Ethnografen.