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Kurzbiographie

Chris wurde am 4. April 1973 in Sydney, Australien geboren. Sein Vater ist Australier schottischer Abstammung, seine Mutter stammte aus einem neuseeländischen Adelsgeschlecht, er war Dockarbeiter, sie Lehrerin.
   Schon in der Grundschule war Chris sportbegeistert und vor allem als Teamsportler aktiv. Er liebte es sich mit anderen zu messen. Später in der High School errang er bereits mehrere begehrte Titel, unter anderem den „NSW Sporting Blue“ als bester Sportler seines Bundeslandes.

Chris war ein guter Schüler. Er gehörte zu den besten Absolventen seines Jahrgangs. Im Anschluss an die High School belegte er Wirtschaftslehre an der Universität von South Wales.
   Im Jahr 1991 war es Star-Triathlet Greg Wech, der Chris dazu brachte, seinem ersten Triathlon zu bestreiten. Aus diesen Tagen ist eine nette Anekdote überliefert. Greg fragte Chris, ob er je einen Start bei einem Triathlon in betracht gezogen hätte, da der Laufspezialist von Chris’ Lauffähigkeiten stark beeindruckt war. Dieser antwortete ganz unbedarft, dass er eigentlich nicht reiten könne.

Chris' Aufbruch in eine neue Welt oder wie er einfach irgendwo in den französischen Alpen aus dem Zug stieg

Nachdem Chris 1993 bei der Junioren WM in Manchester, England teilgenommen hatte, träumte er von einem Umzug nach Europa und einer Profi Karriere im Triathlon. Seine Eltern bestanden jedoch auf einer Beendigung des Studiums. Er hörte mit dem Triathlonsport für eine Weile weitestgehend auf und trainierte nur noch zum Spaß.
   1996 erhielt er seinen Abschluss der Wirtschaftswissenschaften und nahm direkt danach einen Job bei der Bankers Trust in Sydney an. Hier war er jedoch sehr unglücklich und beschloss deshalb kurzerhand einfach genug Geld für ein Flugticket nach Europa zu sparen, um sich dort seinem Traum von einer Profi-Triathlon-Karriere zu erfüllen. Nach 6 Monaten hatte er das Geld zusammen und kündigte seinen Job bei der Bank. Seine Eltern und Arbeitgeber waren entsetzt, wobei die Eltern nach einigen Erklährungsversuchen nach und nach mehr Verständnis aufbrachten. Der Arbeitgeber hingegen schüttelte ihm nur die Hand und lachte ihn aus. Dieser Augenblick hinterließ einen bleibenden Eindruck auf Chris.
   Drei Wochen später saß er in einem Flieger in Richtung europäsches Renngeschehen. In Paris angekommen, nahm er einfach den nächst besten Zug und stieg in Gap- einem kleinen Örtchen in der französischen Alpen- wieder aus. Hier trainierte er hart und das ganz alleine. Er startete jede Woche bei Wettkämpfen, um genug Geld für Essen und die Anfahrt zum nächsten Wettkampf zu verdienen. Er war von dem starken Wunsch getrieben sich gegnüber seiner Familie und sich selbst zu beweisen, dass diese Entscheidung seinen Träumen nachzugehen, die Richtige gewesen war.

Der Durchbruch in Drummondville, 1996

Seine Karriere begann also in Paris. Da zu diesem Zeitpunkt nicht viele australische Athleten für das Weltcup-Rennen in Paris gemeldet waren, stimmte der australische Verband einem Start von Chris für den Verband in Paris zu. Er wurde 7ter und gewann 3000 USD an Preisgeld!

Das Treffen mit Les McDonald gab seinem Leben eine Wende

Nach dem Rennen dort traf er den ITU Vorsitzenden Les McDonald und diese Zusammenkunft war mit Sicherheit entscheidend für seinen weiteren Weg. Er ermöglichte Chris, 1996 in Drummondville, Canada an den Start zu gehen. Dies war erst sein zweites Welt-Cup-Rennen überhaupt! Also stieg er - wie erst 8 Wochen zuvor in Australien - ins Flugzeug. In Anbetracht der Ungewissheit dessen, was da kommen würde, war er extrem angespannt, etwas besorgt und dennoch fasziniert.
   Und was passierte? Er gewann das Rennen bei seinem zweiten Weltcup-Start überhaupt. Es war das Ergebnis von 7 harten und einsamen Trainingswochen in den französischen Alpen.

Triathlon Weltmeister 1997 – 1998

Vor heimischen Publikum gewann Chris in Perth nicht nur den Wettkampf, sondern war damit vor Hamish Carter auch der unbestrittene ITU Woldcup-Sieger des Jahres 1997 bis 1998.
   Chris lernte schnell was das Leben als Profi Triathlet bedeutet und welche Verantwortungen damit einhergehen. Es war eine sehr turbulente Zeit und auch durchaus representativ für die Dynamik, der der australische Triathlon so kurz vor den Olympischen Spielen in Sydney unterlag.
   In dem Jahr vor den Olympischen Spielen, bei denen zum ersten Mal Triathlon als Disziplin zugelassen wurde, verstarb Chris Mutter an Brustkrebs. Nachdem Chris die Saison mit einer beeinduckenden Rennserie stark begonnen hatte, wurde er in die australische Weltcup- Team berufen und reiste nach Montreal, um dort an den Start zu gehen. Es war ganz klar, dass ihn der Trainingsrückstand aufgrund der kurzen schweren Krankheit seiner Mutter daran hindern würde, dort das Podium zu erreichen.

Keine Nominierung für Olympia, Sydney 2000

Trotz seiner Spitzenposition auf der Kurzdistanz entbrannte um seine Nominierung eine heiße kontroverse Debatten im Vorfeld der Spiele von Syndey. Chris wurde letztlich nicht in das olympische Team berufen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt in der Weltrangliste, der am höchsten eingestufte Australier war (Nr 3).
   Als Konsequenz auf diese Enttäuschung reiste er nach Amerika, wo er 18 Monate lang ungeschlagen blieb. Mit über 130 Siegen als Profi, Weltmeistertiteln , Weltcup-Siegen and dem ersten Platz auf der Weltrangliste für fast zwei Jahre auf der olympischen Distanz sowie keiner Weltranglisten-Platzierung schlechter als Rang 5 in seiner gesamten Kurzstrecken Karriere, hat Macca seinen Ruf wahrlich in Stein gemeiselt.

Der Weg zum Langdistanz-Triathleten oder die 5 Jahre bis zum Weltmeistertitel

Seit seinem ersten Ironmansieg im Jahre 2002, hat Macca weitere 10 Ironman- Rennen gewonnen. 2007 erfüllte er sich den Traum seines Lebens. Er konnte die Ironman Weltmeisterschaft in Kona, Hawaii für sich entschieden. Seine Laufzeit von 2:42 h in diesem Rennen war die drittschnellste jemals in Kona gelaufene Zeit.
Er beendete zudem in den letzten 4 Jahren 3 Ironman-Rennen unter 8 Stunden (BZ: 7:54:23). Über 15 große Halbdistanz Ironman-Siege zählen zu seinen Erfolgen. 
   Macca ist ein sehr passionierter Mensch und fühlt sich seinem Kindheitstraum, der beste Athlet sein zu wollen, stark verpflichtet.
   Nach seinem Sieg in Hawaii sagte er:
   »Nun habe ich in diesem Sport alles das erreicht, wovon ich jemals geträumt hatte.«
   Es zeigt einfach, dass alles möglich, wenn man nie aufhört an sich zu glauben und nie aufhört seinen Träumen nachzujagen! Menschen lieben es dir zu sagen, dass manche Dinge unmöglich sind, sie kritisieren deine Leidenschaft. Ich aber möchte meinen Kindern zeigen, dass Träume eine wunderbare Motivation sein können und dass der Mut und die Überzeugung sie umzusetzen der eigentlich Sinn des Lebens sind.
   »Ich werde nie aufhören an Träume zu glauben und werde meine und andere Kinder dazu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen. Für mich  war dieser Weg jedenfalls bis jetzt sehr erfüllend.«

Chris' Ziele für 2008 und danach

Oberste Priorität hat für Macca ein zweiter Sieg in Hawaii 2008, und davor natürlich ein Sieg in Frankfurt beim IRONMAN Germany. Neben seiner sportlichen Karriere baut Chris auch an einem Leben nach dem Sport. Er besitzt bereits eine Akkreditierung als Coach in den USA. Die green card ist eingereicht und »MACCA NOW«, seine Coachingplatform in L.A., California ist ebenfalls gegründet.
Des Weiteren arbeitet Macca daran, zusammen Biestmilch Seven GmbH aus Wiesbaden den amerikanischen Markt für Biestmilchprodukte vorzubereiten.

Chris ist nicht nur ein herausragender Athlet, er ist auch Familienvater. Seit 5 jahren ist er mit Emma-Jane verheiratet und hat 2 freche quicklebendige Töchter, die eine echte Herausforderung darstellen.