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Was ist Biestmilch?

Biestmilch (Colostrum) ist keine Erfindung. Sie bezeichnet die Kolostralmilch oder Erstmilch, jene durch und durch natürliche Substanz, die die Mutterbrust aller Säugetiere nach der Geburt für den Nachwuchs produziert. Unsere Biestmilch stammt von der Kuh.

Biestmilch ist ein Lebensmittel. Wer ihre beinahe magischen Wirkungen an sich selbst erfahren hat, wird versucht sein, sie als Naturheilmittel zu bezeichnen.

Biestmilch ist ein Lebensprinzip. Der Nachwuchs vieler Tiere ist ohne Biestmilch (Colostrum) stark gefährdet. Manche Tiere sterben, andere bleiben kränklich. Jedes Tier benötigt zumindest einen deftigen Schluck von ihr, um gesund ins Leben zu starten. Unsere Biestmilch (Colostrum) wird erst dann geerntet, wenn das Kälbchen seinen Teil erhalten hat. Beim Verzehr von Biestmilch spielt der Unterschied zwischen den Arten kaum eine Rolle. Produziert z. B. eine Stute keine Biestmilch (Colostrum), kann die Mutterkuh ohne Probleme aushelfen.

Der Begriff Biestmilch kommt aus dem Althochdeutschen. Im Indoger­manischen taucht der Wortstamm zum ersten Mal auf. Das indogermanische »buskhos« ist ebenso die Wurzel für Worte wie Busen, Bauch und in Bausch und Bogen wie für Biestmilch bzw. »der« Biest. Im Alemannischen, im Nordeutschen, im Holländischen ebenso wie in der Schweiz ist »Biestmilch«, »der Biast« oder »Beest« Teil der Alltagssprache geblieben.
Im Englischen spricht man von Colostrum oder Beestings. Auch diesem Wort sieht man seine Nähe zur Biestmilch unzweifelthaft an.

In der Fachliteratur wird Biestmilch (Colostrum) von der Kuh auch als bovines Colostrum bezeichnet.

Ihr Ursprung liegt in der Kuh

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Kühe beobachten uns, wir beobachten Kühe

Biestmilch (Colostrum) erlebt bis heute ein sehr extremes Schicksal. Von den einen wird sie verteufelt, von den anderen hoch gelobt. Sie wird einerseits als Lebensprinzip gesehen, andererseits tabuisiert. Für unsere Vorfahren war sie Glücksmilch oder Teufelszeug. Heute haben wir den Bezug zu ihr großenteils verloren und betrachten sie skeptisch.