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Chris McCormack: Weltstar und Freund

Ich bin Chris im Jahr 2003 begegnet, beim legendären Rennen beim Challenge in Roth, bei dem Chris von Lothar Leder nur um Nasenlänge geschlagen wurde. Seitdem haben wir uns nicht mehr aus den Augen verloren, sind über die Jahre zu Freunden geworden.
   Chris ist ein Ausnahmeathlet, aber auch ein Ausnahmemensch. Er besitzt eine schier unglaubliche Kraft und Entschlossenheit, die ihn Berge versetzen lässt. Selbst negative Ereignisse weiß er positiv für sich zu nutzen. Er ist ein Mensch der nie mit seinem Schicksal hadert.

Der Weg zum Langdistanz-Triathleten oder die 5 Jahre bis zum Weltmeistertitel

Seit seinem ersten Ironmansieg im Jahre 2002, hat Macca weitere 10 Ironman- Rennen gewonnen. 2007 erfüllte er sich den Traum seines Lebens. Er konnte die Ironman Weltmeisterschaft in Kona, Hawaii für sich entschieden. Seine Laufzeit von 2:42 h in diesem Rennen war die drittschnellste jemals in Kona gelaufene Zeit.
Er beendete zudem in den letzten Jahren 5 Ironman-Rennen unter 8 Stunden. Darunter auch den IRONMAN European Championships 2008 in Frankfurt, von dem gesagt wurde, dass die Strecke eine Zeit unter 8 Stunden nicht zulässt.
  
   Chris zeigt einfach immer wieder, dass alles möglich ist, wenn man an sich zu glaubt. »Ich werde nie aufhören an Träume zu glauben und werde meine und andere Kinder dazu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen. Für mich war dieser Weg jedenfalls bis jetzt sehr erfüllend.«

Aufbruch in eine unbekannte Welt

Wie er einfach irgendwo in den französischen Alpen aus dem Zug stieg

Nachdem Chris 1993 bei der Junioren WM in Manchester, England teilgenommen hatte, träumte er von einem Umzug nach Europa und einer Profi Karriere im Triathlon. Seine Eltern bestanden jedoch auf einer Beendigung des Studiums.
   Nach Abschluss der Wirtschaftswissenschaften nahm er einen Job bei der Bankers Trust in Sydney an, nur um genug Geld für ein Flugticket nach Europa zu sparen und sich seinen Traum von einer Profi-Triathlon-Karriere zu erfüllen.

Chris wurde am 4. April 1974 in Sydney, Australien geboren. Sein Vater ist Australier schottischer Abstammung, seine Mutter stammte aus einem neuseeländischen Adelsgeschlecht, er war Dockarbeiter, sie Lehrerin.

   Schon in der Grundschule war Chris sportbegeistert und vor allem als Teamsportler aktiv. Er liebte es sich mit anderen zu messen. Später in der High School errang er bereits mehrere begehrte Titel, unter anderem den »NSW Sporting Blue« als bester Sportler seines Bundeslandes.
   Chris war ein guter Schüler. Er gehörte zu den besten Absolventen seines Jahrgangs. Im Anschluss an die High School belegte er Wirtschaftslehre an der Universität von South Wales.
   Im Jahr 1991 war es Star-Triathlet Greg Wech, der Chris dazu brachte, seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Aus diesen Tagen ist eine nette Anekdote überliefert. Greg fragte Chris, ob er je einen Start bei einem Triathlon in betracht gezogen hätte, da der Laufspezialist von Chris’ Lauffähigkeiten stark beeindruckt war. Dieser antwortete ganz unbedarft, dass er eigentlich nicht reiten könne.