{"id":400,"date":"2007-09-12T19:47:40","date_gmt":"2007-09-12T18:47:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biestmilch.com\/wordpress\/?p=400"},"modified":"2016-04-30T10:28:22","modified_gmt":"2016-04-30T09:28:22","slug":"wer-es-nicht-erlebt-hat-kann-es-auch-nicht-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/2007\/09\/12\/wer-es-nicht-erlebt-hat-kann-es-auch-nicht-glauben\/","title":{"rendered":"Wer es nicht erlebt hat, kann es auch nicht glauben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Norbert Huber beim 10j\u00e4hriges Jubil\u00e4um des <a href=\"http:\/\/www.inferno.ch\/index.php?section=home\">Inferno<\/a> Triathlons in der Schweiz<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00bbIch hatte tierische Schmerzen im R\u00fccken und die Schnauze gestrichen voll, aber ich wollte dieses Finisher-Shirt\u00ab.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 18. August 2007 erf\u00fcllte ich mir einen jahrelangen Traum. Endlich waren alle Voraussetzungen gegeben, dieses Abenteuer in Angriff zu nehmen. <br \/>Sicherlich hatte ich mir Informationen \u00fcber den Inferno Triathlon besorgt, aber was mich tats\u00e4chlich erwarten sollte, sprengte jede Vorstellungskraft. Im Vorfeld wurde ich mit zwei weiteren Athleten zu den J\u00e4gern des Seriensiegers Mark Pschebezin erkl\u00e4rt. Und auch ich selbst hatte mir die Top 5 als Ziel gesetzt, wohl wissend, dass ich jeden im Teilnehmerfeld schon einmal geschlagen hatte, auch Pschebezin. Meine Schwachstelle f\u00fcr den Inferno war allerdings das MTB, das ich gar nicht beherrsche&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/biest-blog.typepad.com\/photos\/uncategorized\/2007\/09\/12\/infernolauf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" style=\"margin: 0px 5px 5px 0px; float: left;\" title=\"Infernolauf1\" alt=\"Infernolauf1\" src=\"http:\/\/biest-blog.typepad.com\/biest_blog\/images\/2007\/09\/12\/infernolauf1.jpg\" width=\"450\" height=\"686\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p><\/em><\/p>\n<p>Bei herrlichen \u00e4u\u00dferen Bedingungen ging es um 6.30 Uhr auf die Reise. Zun\u00e4chst galt es 3,1 Kilometer im Thuner See zur\u00fcckzulegen. Nach 52:10 Minuten hatte ich das rettende Ufer erreicht und ich wechselte unter den 333 Teilnehmern als 24. auf das Rennrad. Schwimmen geh\u00f6rt nicht zu meinen St\u00e4rken. Aber es sollte an diesem Tag nicht meine schlechteste Einzeldisziplin sein&#8230;<br \/>Auf dem Rennrad stellten sich dann bald ziemliche R\u00fcckschmerzen ein, vor allem beim bergauf Fahren. Rennrad bedeutet beim Inferno 97 km mit 2300 H\u00f6henmetern. Beim Pass \u00fcber die gro\u00dfe Scheidegg gilt es ein rund 500 Meter langes 20 % steiles St\u00fcck zu bezwingen. Danach geht\u2019s aber nicht locker weiter, sondern noch kilometerlang mit 15 %.<br \/>Irgendwie war das Thema f\u00fcr mich hier schon durch. Dachte st\u00e4ndig \u201eDu wolltest das hier haben und es ist es wert, einmal gemacht zu haben. Aber einmal ist dann auch genug!\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.swiss-image.ch\/slideshow\/?event=infernotriathlon2007\">zur Slideshow<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich hatte tierische Schmerzen im R\u00fccken und die Schnauze gestrichen<br \/> voll, aber ich wollte dieses Finisher-Shirt. Vor dem Anstieg zur gro\u00dfen<br \/> Scheidegg war ich bis auf den 7. Platz vor gefahren. Den Berg hoch und<br \/> vor allem auf der engen und schnellen Abfahrt hatte ich dann wieder bis<br \/> auf den 11. Platz verloren. Nun folgte die gr\u00f6\u00dfte Unbekannte \u2013 das MTB.<br \/> 30 Kilometer mit rund 1100 H\u00f6henmetern sollten folgen. Zun\u00e4chst ging es<br \/> einfach gut 10 Kilometer zur kleinen Scheidegg nach oben, um dann den<br \/> Rest wieder den unten zu st\u00fcrzen. Hoch ging die Schinderei mit den<br \/> Schmerzen im R\u00fccken weiter. Man hatte bei dem herrlichen Wetter fast<br \/> keinen Blick f\u00fcr die Sch\u00f6nheit der Region \u00fcbrig. Doch den Anblick von<br \/> Eiger, M\u00f6nch und auf den Jungfraugletscher muss man einfach genie\u00dfen.<br \/> Dann folgte die Abfahrt, meist auf guten Schotterpisten, aber da kommt<br \/> halt der kleine \u201eSchisser\u201c bei mir durch. Die Leute flogen nur so an<br \/> mir vorbei. Es kam auch noch ein Single-Trail mit Wurzeln und Steinen<br \/> und steil wie die Sau&#8230; Da bin ich dann auf meinen Schuhen<br \/> hinuntergerutscht und hab das MTB hinterhergezogen ? Kurz und knapp,<br \/> mit der 46. Zeit auf dem MTB war ich bis auf Platz 21 zur\u00fcckgefallen.<\/p>\n<p>Jetzt folgte noch der 25 km lange Berglauf mit 2200 H\u00f6henmetern hinauf<br \/> auf das 2970 hohe Schilthorn. Die erste 4 km sind flach, sogar eher<br \/> abfallend, dann geht\u2019s bis Km 17 von rund 800 H\u00f6henmetern hinauf ins<br \/> 1650 hoch gelegene M\u00fcrren \u2013 ein sch\u00f6ner Berglauf, alles gut zu laufen.<br \/> Dort war ich dann auch schon wieder Zw\u00f6lfter. Doch was dann auf den<br \/> letzten 8 km bis ins Ziel auf einen wartet, halte ich f\u00fcr ein<br \/> zweifelhaftes Vergn\u00fcgen. Es liegen noch 1400 H\u00f6henmeter vor den<br \/> Triathleten. Laufen ist nur selten mehr m\u00f6glich, teilweise geht es auf<br \/> allen Vieren \u00fcber Felsbrocken. Und die Luft wird auch immer d\u00fcnner. 2<br \/> Kilometer vor dem Ziel ist der Sprecher schon zu h\u00f6ren, nur das<br \/> Gipfelrestaurant ist im inzwischen aufgezogenen Nebel nicht zu sehen.<br \/> Man sieht auf den H\u00f6henmesser auf der Uhr und stellt fest \u201eEs fehlen<br \/> noch 500 H\u00f6henmeter auf 2 km&#8230; \u2013 das kann nicht sein\u201c. Es konnte sein,<br \/> Schritt f\u00fcr Schritt k\u00e4mpft man sich den Berg hinauf. Ich war zum Ende<br \/> so fertig, dass ich an jeder Verpflegungsstelle erst einmal mit den<br \/> H\u00e4nden auf dem Tisch abgest\u00fctzt stehen bleiben musste. Bei 10:05:36<br \/> Stunden blieb die Uhr f\u00fcr mich stehen. Ich blieb auf dem 12. Platz.<br \/> Immer noch war ich mir sicher \u201eNie wieder!\u201c<\/p>\n<p>Doch wie das so ist&#8230; Am n\u00e4chsten Tag sagte ich mir \u201eIch komme wieder,<br \/> und ich werde wissen was auf mich zukommt und ich werde vorbereitet<br \/> sein&#8230;\u201c. Ich wei\u00df jetzt, dass man um hier Vorne dabei sein zu k\u00f6nnen<br \/> 1. ein guter MTB`ler sein muss und 2. Streckenkenntnis haben muss.<br \/> Deshalb scheint mit 9 Teilnahmen ein Mark Pschebezin hier auch<br \/> unschlagbar zu sein. Gewinnen mu\u00df ja nicht sein, ein guter MTB`ler<br \/> werde ich nie und will ich auch nie werden, aber die Top 5 ist noch<br \/> offen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17. 8. hat Norbert Huber, Spitzentriathlet unter den Amateuren sich einen Herzenswunsch erf\u00fcllt und den Inferno Triathlon in der Schweiz bestritten. Sein Bericht ist unglaublich. Die Leidensf\u00e4higkeit des Menschen kennt offensichtlich bei manchen keine Grenzen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2294],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5278,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400\/revisions\/5278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biestmilch.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}