LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND WOHLBEFINDEN VERBESSERN

Trotzdem im Gleichgewicht bleiben.

Möchten Sie Ihre Leistungsfähigkeit erhalten, Ihre persönliche Bestleistung wieder erlangen oder mit mehr Nachhaltigkeit und Ausdauer ausgestattet sein? 

 

Der folgende Beitrag greift den eher unklaren Begriff der „Balance“ auf und versucht, diesen in Kürze zu erklären, ebenso wie „Balance“ erreicht und erhalten werden kann.
Trotz anstrengendem Alltag und einer Freizeitgestaltung, in der Sie vielleicht nach den eigenen Grenzen suchen, im Gleichgewicht zu bleiben, ist das Geheimnis, um sich fit zu erhalten.

 

Bevor Sie diesen Text durch zu stöbern beginnen, stellen Sie sich Ihren Körper als ein dichtes Gewebe oder Netz aus verschiedenen Elementen oder Knöpfen vor, die miteinander kommunizieren. Die Knotenpunkte des Netzes können Sie als Zellen, Organe und Organsysteme betrachten.

An den Grenzen geschieht die Veränderung

Sie senden Signale aus und empfangen solche. Signale können Nervenreize sein, Hormone, Nährstoffe und andere Moleküle, aber auch Wahrnehmungen aus unserer Umwelt. So entsteht im Organismus eine Grundschwingung, eine Aktivität, die sich mit den Signalmustern verändert. Dieser dynamische Prozess hält unseren Organismus zusammen und sorgt dafür, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt und die Entzündung Wohlbefinden erzeugt.

 

In sehr stressbetonten Phasen unseres Lebens erhöht sich durch eine massive Zunahme der Signale der Druck auf den Organismus derart, dass die Kontrollmechanismen, die für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts verantwortlich sind, so überlastet werden, dass die Signalübermittlung und -verarbeitung nicht mehr angemessen erfolgen kann. Es kommt zu Fehlinterpretationen oder gar zu Verständnislosigkeit. Das Gleichgewicht des Organismus ist dann stark gefährdet.

 

Jede Belastung kann je nach Intensität und Dauer zu einem Stressfaktor werden. Auch eine positive Stressbelastung wie beispielsweise eine sportlichen Aktivität sollte uns nicht aus unserer Gleichgewichtszone werfen, sondern an dessen Grenze. Denn wenn wir uns wünschen fitter zu werden, um uns besser zu fühlen, dann müssen wir an unsere Grenzen gehen.
Wir müssen lernen diese zu spüren, damit wir nicht übertreiben oder untertreiben. Immer wieder unterschiedliche Reize zu setzen, die uns an unsere Grenzen führen bedeutet, dass die Verbindungen zwischen den Zellen, Organen und Organsystemen unseres Körpers dynamisch und flexibel bleiben. Dies gilt für den Körper als Ganzes, nicht nur für die Muskeln und die Stoffwechselprozesse.

 

Die Kommunikation wird trainiert und alle Akteure werden in den Prozess eingebunden. 

Ein tanzender Körper ist ein gesunder Körper –
die Melodie des Herzens

 

Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist die Kommunikation der Herzmuskelzellen. Das Herz schlägt nicht regelmäßig. Es schlägt in einer für jeden von uns individuellen Melodie. Man spricht von der Herzrhythmus-Variabilität. Je variabler der Rhythmus unseres Herzens, desto gesünder sind wir. Wenn es uns an Erholung fehlt, nimmt die Variabilität ab. Das gilt auch für die anderen Zellen in unserem Körper. Die Membranen der Zellen verlieren ihre Melodie. Es ist als würden sie nur noch einen Ton beherrschen. 

Der Organismus wird insgesamt sehr starr. Wenn wir chronisch krank sind, verliert der menschliche Organismus zunehmend seine ureigene Melodie. Die Herzrhythmusvariabilität zu messen, ist ein guter Indikator für unseren Gesundheitszustand. Ein starres Herz kann bereits einen Hinweis auf eine chronische Entzündung geben, bevor die Krankheit zum Ausbruch kommt. Ich persönlich bin ein großer Verfechter der Herzrhythmus-Variabiltätsmessung.

Das EKG ist uns allen vertraut. Unser Herz schlägt jedoch in einem feinen vielgestaltigen Rhythmus. Je wohler wir uns fühlen, desto hübscher die Melodie unseres Herzens. Ein kranker Körper kennt nur noch wenige Töne.

Die Grenzen verschieben – harte aber befreiende Momente

 

Wenn Sie sich vorgenommen haben, Ihre Fitness zu verbessern, dann bleibt keinem von uns erspart, regelmäßig an die eigenen Grenzen gehen. Die Komfortzone zu verlassen ohne das Gleichgewicht verlieren, ist ein heikler Balance-Akt. Sehen Sie sich die Skala zur Belastung auf Seite ... an, damit Sie früh genug bemerken, wenn Sie sich zu stark belastet haben. Sie müssen sich von den süßen Dingen des Lebens fern halten, um am Ende die Belohnung einer guten Fitness verbunden mit Zufriedenheit und Wohlgefühl in Empfang zu nehmen. 

 

Um das Wohlbefinden und die Fitness zu erhalten, dürfen wir nicht aufhören zu üben, zu trainieren. Der Satz „wer rastet rostet,“ ist leider zu wahr. 

OHNE REIZE, OHNE ÜBEN KEINE VERÄNDERUNG UND KEIN TRAININGSERFOLG

 

Durch Trainieren werden Entzündungsreize gesetzt, winzig kleine Verletzungen z. B. im Muskel, die die Muskelzelle anregen zu wachsen und sich zu vermehren, das gleiche gilt auch für das Bindegewebe. Es wird straffer, elastischer und damit belastbarer. Die kleinen Gefäßbäumchen (Kapillaren) in den verschieden Geweben unseres Organismus sprießen aus und damit verbessert sich die Sauerstoffversorgung. Es gelangt mehr Blut in entlegene Stellen. Die Verletzungsanfälligkeit nimmt ab, das Heilungspotenzial nimmt zu.

Der Stoffwechsel wird aktiviert, Glykogen abgebaut (die Kohlenhydratspeicher im Muskel und in der Leber), die Empfindlichkeit der Gewebe für Insulin (siehe Insulin) nimmt zu, unsere Fettspeicher werden abgebaut, indem Fettsäuren zur Energiequelle werden. 

Energieproduktion und Zellatmung

 

Die Mitochondrien, die für die Energieproduktion und Zellatmung in jeder einzelnen Zelle sorgen, vermehren sich ebenfalls. Die Puffersysteme, die verhindern, dass freie Sauerstoffradikale die Gewebe schädigen, werden optimiert. Reaktive Sauerstoffverbindungen entstehen bei jedem Verbrennungsvorgang (Oxidation) im Körper. Und wieder geht es um die Balance zwischen Nutzen und Schaden der Verbrennung (Anmerkung: Kohlenhydrate). Nehmen die Verbrennungsprozesse überhand, werden die unterschwelligen Entzündungsprozesse vor allem an Grenzflächen des Organismus wie den Schleimhäuten gefördert. Unser Stress-System (siehe Definition) wird auf diese Weise einerseits trainiert, andererseits kommt es auch mehr und mehr unter Druck, bis letztlich Erschöpfungssymptome auftreten. 

Alle diese Anpassungen und Veränderungen sind unumgänglich, wenn wir chronischen Erkrankungen vorbeugen möchten oder dem Fortschreiten einer bereits vorhandenen chronischen Erkrankungen einen Riegel vorschieben wollen. Es ist und bleibt für uns alle immer ein Balanceakt an der Grenze zum Ungleichgewicht im Gleichgewicht zu bleiben. Ein feines Körpergefühl und die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung sind die Voraussetzung dafür, dass unser Organismus nicht in einen fühlbaren entzündlichen Zustand mit den bekannten Symptomen kippt.

Setzen Sie Ihre Mühen nicht durch Krankheit oder Verletzungen aufs Spiel. 

Wir brauchen alle ausreichend Schlaf, Entspannung und Regenerationszeiten. Wie viel wir allerdings davon benötigen, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Beim Essen den Zucker weg zu lassen und auf industriell verarbeitete Lebensmitteln zu verzichten gehört zu den wichtigsten Vorkehrungen, die wir treffen können, um uns wohl fühlen. 

Sie wissen ja bereits, dass Biestmilch mein Baby ist, mit dem ich mich seit gut zwei Jahrzehnten beschäftige. Das Baby half mir alle diese Erfahrungen, die ich hier niederschreibe, zu machen. Deshalb finde ich, hat es Biestmilch und ihre unvergleichlich Kraft verdient, auf dieser Seite ausführlich vorgestellt zu werden.

Ich nehme sie seit 20 Jahren und sie ist für mich eine der Säulen meines Gleichgewichts. Durch ihren Einfluss auf das Stress-System moduliert sie Entzündungsprozesse. Deshalb macht Biestmilch den Organismus gegenüber einem strapaziösen Arbeitspensum dynamischer und flexibler und damit auch robuster.

Mit Biestmilch beugen Sie einem Aufflackern chronischer Entzündungsprozesse vor. Ob jung oder alt, es ist nie zu früh und nie zu spät, chronischen Erkrankungen vorzubeugen.

Fitness verbessert die Entzündungskontrolle 

 

Die Kontrolle der entzündlichen Zustände im Organismus ist essenziell für Wohlbefinden und das Gefühl von Fitness. Ungeachtet von der Art des Trainings, das Sie für sich auswählen, ist die Kontinuität von allergrößter Bedeutung. Je mehr Sie jedoch Ihren Körper belasten, umso gestresster wird dieser. Die Abläufe, welche unter der Oberfläche schwelen, sind am Ende verantwortlich für die zunehmende Krankheits- und Verletzungsanfälligkeit. Beide sind ein Ausdruck für eine systemische Entzündung, die aus der Kontrolle zu geraten droht.

 

Wenn Sie es schaffen innerhalb der für Sie kritischen Belastungsgrenzen zu bleiben, innerhalb derer der Trainingsstress Ihr Immunsystem, Ihr autonomes Nervensystem und/oder Ihre hormonelle Regulation nicht beeinträchtigt, dann werden Sie mit einem Körper belohnt, der einiges aushält. Wenn Sie nicht auf Ihren Körper und seine Signale hören und ihn permanent überbelasten, dann können entzündliche Prozesse die Oberhand gewinnen und Ihren Körper in einen Zustand der chronischen Entzündung versetzen. Dann werden Ihre Bemühungen wirkungslos. Ihre Motivation zur Veränderung Ihres Lebensstils geht verloren. So sehr Sie sich auch bemühen, alles, was Sie unternehmen, kostet unvergleichlich viel Kraft und Disziplin. Sie fühlen sich ständig müde und mutlos. Wenn Sie nicht ohnehin vorher aufgeben, werden Sie unter Umständen krank oder erleiden ein Burnout.

 

Hier sind einige Anhaltspunkte wie Sie herausfinden können, ob Sie noch im Gleichgewicht sind oder sich schon über Ihr Leistungslimit hinaus  bewegt haben:

 

Tiefer und erholsamer Schlaf.

Fragmentierter Schlaf


Keine Stimmungsschwankungen, emotional stabil.

Stimmungsschwankungen, Launen


Ausmaß und Dauer der Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) der Belastung entsprechend angemessen.

Permanent müde und erschöpft


Dauer und Ausmaß der Muskelschmerzen beträgt
nicht länger als 3 Tage.

Muskelschmerzen, die über viele Tage anhalten und jede sportliche Belastung zur Quälerei werden lassen.


Gesunder Appetit, kein Verlangen nach Süßigkeiten,
Körpergewicht stabil beziehungsweise kontrollierter Gewichtsverlust.


Appetitlosigkeit, Verlangen nach Süßem


Zunahme an Gewicht, kein der Belastung angemessener Gewichtsverlust


Normale Temperaturempfindung, keine periodischen Schweißausbrüche in der Kälte und kein Frieren in der Hitze.

Frösteln, Schweißausbrüche, Fieber

 

Meine Kindheit und Jugend war sehr stark durch den Sport bestimmt.
Meine große Leidenschaft war das Tanzen. Ich habe 10 Jahre klassisches Ballett getanzt und sehr hart trainiert.

 

Dann kam das Studium, eine Zeit, in der ich nicht an Sport dachte und diesen sogar ablehnte. Das hatte zur Folge, dass ich ein rastloser, schlafloser Geist wurde. Ich nahm zu, machte unzählige Diäten, ohne ans Ziel meiner Gewichtsträume zu kommen. Leider habe ich erst nach Jahren des Haderns begriffen, dass ich mich einfach nur bewegen muss, um Ruhe zu finden.

 

Anfang der 90er habe ich nach dieser langen Phase völligen Bewegungsstillstands angefangen zu laufen. Heute laufe ich imer noch, mache zusätzlich Krafttraining und fühle mich um so vieles besser. Immer wieder denke ich, wo war wohl damals mein Körpergefühl geblieben? Sie sehen, dass mir das Medizinstudium nicht geholfen hat, meinen Körper zu begreifen.

 

Ich selbst gehöre zu den Glücklichen, die an keiner Allergie leiden und das, obwohl ich nicht gestillt wurde. Deswegen spreche ich in diesem Kapitel nicht aus eigener Erfahrung. Ich beziehe mich auf Studien und die Erfahrungsberichte anderer.