close
Allergiker und Spitzentriathlet Olaf Sabatschus: ein Athletenleben mit schwerer Allergie
02-11-20061097Views

Allergiker und Spitzentriathlet Olaf Sabatschus: ein Athletenleben mit schwerer Allergie

Olaf Sabatschus www.olafsabatschus.de ist schon seit 2003 ein Biest. Biestmilch hat ihm geholfen, nicht geholfen, geholfen…? Er sollte im Allergieschub höhere Dosen nehmen! Er tut’s nicht… diese Athleten!

Danke Olaf für deine Geschichte.

»Tja. Es scheint ja wirklich mittlerweile zum guten Ton zu gehören. Die Allergie hat man heutzutage. Wer sie noch nicht hat, bekommt eine in den nächsten Jahren – jedenfalls wenn man die hohen Prozentzahlen der Statistiken anschaut. Bei mir ging es 1995 los, also eigentlich in einem Jahr, in dem es richtig brummen sollte im sportlichen Sinne. Mit 23 Jahren war ich nämlich im Vorjahr 5. beim Ironman Hawaii geworden – da erwartete ich selbst und die meisten anderen dann sogar noch Steigerungen.
Jedenfalls: Schauplatz EM Lang in Jümme. Schwimmstart. Alles soweit normal, der Startschuss fällt.

Nach 20m habe ich das Gefühl, mir schnürt einer die Kehle zu – denke noch, das ist wohl die Aufregung, wird schon wieder verschwinden. Nach 100m gerate ich total in Panik. Bekomme immer noch kaum Luft, unheimlicher Widerstand beim Atmen.
Ich muss an den Rand des Flusses und die körperliche Belastung abbrechen. Selbst ohne Bewegung hält die Panik und die Luftnot an.

Ein paar Minuten später, die Verbandsärzte beruhigen mich. “Das übliche. Belastungsasthma”.

Langsam gewöhne ich mich daran, nur schlecht Luft zu bekommen und kann klarer denken. Es dauert ein paar Monate, bis ich einsehe, dass ich ohne die Aerosole nicht auskommen werde. Seither nehme ich im Sommer Budecort und Co. – im Winter habe ich keine Probleme. Denn die später diagnostizierte Schimmelpilzallergie sorgt nur im Sommer (Luftphase der betreffenden Arten) dafür, das ich Atemnot und mittlerweile auch Müdigkeit/Leistungseinbussen zu verzeichnen habe.

Biestmilch, ein interessantes Experiment für mich als angehenden Ernährungswissenschaftler

2002 ruft mich Susann (Kraeftner) an, und wir sprechen über Biestmilch. Interessantes Experiment für mich als angehenden Ernährungswissenschaftler, denke ich. Es sollte das erste Jahr ohne!!! Allergieproblematik für mich werden. Ein Jahr, in dem ich in Klagenfurt nach 5:08h in den Laufschuhen bin, mit Riesenvorsprung. Das wäre der “Durchbruch” mit sub-8h geworden, aber eine Achillessehnenreizung zwang mich zur Aufgabe. Die Form jedenfalls war nie besser. Nach und nach schleichen sich aber im Sommer der nächsten Jahre wieder Allergiesymptome ein.

Ok, ich nehme immer noch nicht die bei Schüben empfohlenen höheren Mengen Biestmilch…

Nach und nach hat auch der Stress zugenommen, wie das oft so ist im Leben. 2 Kinder, part-time jobs und vieles andere neben dem Hochleistungssport – vielleicht (oder sicherlich) ein Faktor bei der Allergieausprägung. Dieses Jahr war es besonders schlimm, erst im September tritt wieder Besserung, auch im Allgemeinbefinden ein. Eines ist allerdings sehr erstaunlich: Trotz der sehr starken Allergiebelastung in diesem Jahr bin ich unter Biestmilch- Einnahme seit März nicht ein einziges Mal erkältet gewesen. Vor 2 Tagen (7.10.) erst ein weiteres Mal.

Olaf

Für mich stellt sich nun die Frage nach einer machbaren Wettkampfplanung. Dieses Jahr (2006) habe ich in Brasilien (seit 5 Ausgaben in Folge ohne Allergieprobleme) auf Platz 3 gefinisht – mit einem guten Rennen, etwas Ernährungschaos weil zu wenig Wasser in den angereichten Trinkflaschen war. Hinter Oscar Galindez mit “dem Rennen des Lebens” und Luke Bell (schon 5. in Hawaii gewesen) ist das ja ein ganz akzeptables Ergebnis, auch wenn ich die letzten 2 Ausgaben gewonnen hatte.
Dann kam Roth – schon voll in der Allergiephase.
Nach 2-3 Stunden war die Luft raus und ich habe quasi eine lange, härtere Trainingseinheit daraus gemacht und bin dann als 11. ins Ziel “gejoggt”. Genau dasselbe in Embrun, am Ende 9. Platz. Dann im September, schon unter deutlich gemindertem Allergenflug ein 1. Platz mit einem wieder ganz guten Rennen. Es ist also klar: Die Monate Juni/August, manchmal noch Anfang September kann ich “vergessen”, wenn es ein feuchtes Jahr mit viel Schimmelpilzsporen-Entwicklung gibt.

Susann

Susann

Susann is the biest prototype and head of the team. She is Austrian, has studied medicine, meaning she is a medical doctor and the Biesters' alpha wolf. Susann continuously produces new ideas, is strong in making concepts and is practically always ON FIRE. Without her BIESTMILCH wouldn't be where and what it is today, and anyway - not possible.

Biestmilch bei Neurodermitis: ein Erfahrungsbericht

Find the balance between too little and too much: You must find your own training threshold

Leave a Response