Ich möchte heute Jan Regenfuss’ Bericht weiterreichen, denn ich bin ein extremer Befürworter einer variablen Trainingsgestaltung. Monotone Reizsetzungen sind tödlich für jeder Leistungsteigerung. Viele Sportler leiden deshalb irgendwann an den Folgen dieser Monotonie: zu schwache Rückenmuskulatur führt beispielsweise bei Läufern häufig zum Fersensporn mit unerträglichen Schmerzen, zu schwache Beckenmuskulatur zu Komplikationen im Bereich der Bandscheiben, zu schwaches Fussgewölbe zu Kreuzschmerzen oder Knieproblemen usw., usw… Noch viel Beispiele ließen sich hier anfügen. Deshalb ist ein einfallsreiches, abwechslungsreiches Training, das einem Spass macht, so wichtig. Denn zum einen boykottiert die Monotonie des Reizes die Leistungsverbesserung, und zum anderen macht man alles, was man immer macht, irgendwann so schlampig, dass es nichts mehr bringt.
Deshalb mein Aufruf an dieser Stelle: Mut zur Veränderung, weg von den ausgetretenen Pfaden des Trainingsalltages!
Bei unserem ersten BIEST//GANG Treffen Mitte Dezember habe ich mich mit Uwe Widmann www.uwewidmann.de und Alex Taubert www.alextaubert.de unterhalten. Uwe erzählte mir, dass er nach St. Moritz zum Wintertrainingslager fährt, d. h. er entschied sich für Skilanglauf als semispezifisches Trainingsprogramm.
Auch ich selbst bin die erste Januarwoche zum Skating nach Bodenmais im Bayrischen Wald gefahren. Mein Triathlonverein TuS Griesheim fährt nun schon seit 10 Jahren dorthin ins Hotel Waldhaus.
Sicherlich fahren viele Triathleten in den Wintermonaten nach Südafrika, Grand Canaria oder natürlich Mallorca, um dort Rad zu fahren. Warum eigentlich nicht mal alternativ das Skaten versuchen. Die Muskulatur, die trainiert wird, ist den Muskeln, die beim Radfahren aktiv werden, sehr ähnlich. Zudem erzielt der Athlet einen enorm athletischen und kraftausdauerorientierten Belastungsreiz.
Natürlich werden Uwe sowie ich im Frühjahr in unsere Radtrainingslager ziehen. Für mich jedoch steht fest, dass ich in den nächsten Wochen und bei besser werdenden Schneeverhältnissen in die Rhön oder in den Schwarzwald zum Schilanglauf fahren werde. Stefan Holzner aus Bad Reichenhall, berichtete mir, dass er bis zum ersten Radtrainingslager überhaupt nur geskatet sei und sich so auf diesTrainingseinheiten auf dem Rad vorbereitet hätte.
O-Ton Stefan: »Die Kraft und Ausdauer werden durch die Skatingtechnik sehr gut ausgebildet, nur der Hintern tut weh, ein Zeichen dafür, dass er gut trainiert wird ;-)«. Po-Training ist sehr wichtig für einen guten Laufstil!
Immerhin hat Stefan mit dieser Vorbereitung zweimal den Ironman Frankfurt gewonnen. Es muss also schon was dran sein. Ich kann auch nur sagen, dass man als Triathlet oder Radfahrer auch die verschneiten Wintermonate (sofern sie verschneit sind) für sein Training nutzen kann. Man man muss nicht davor flüchten.
Zudem ist Schilanglauf billig. Man braucht eine Ausrüstung, die man ab ca.€ 200,- erwerben kann. Man setzt sich ins Auto, mietet sich ein kleines Hotelzimmer und kann eine Woche für wenig Geld ein Trainingslager haben, wie gesagt mit kraftorientiertem Trainingsreiz.
Natürlich darf in meinem Wintertrainingslager die Biestmilch nicht fehlen. Das Immunsystem ist durch die Kälte und den Krafteinsatz stark beansprucht. Auch die Regeneration dauert länger als bei normalem Ausdauergrundlagentraining im Warmen. Da ich dieses Jahr leicht angeschlagen ins neue Jahr kam, versuchte ich auch den Booster (den wird es im Spätfrühjahr neu). Ich setze normalerweise meine Biestmilch-Dosis in solch einem Zustand höher an (doppelte bis dreifache Dosis über den Tag verteilt). Der Booster enthält 4 Gramm Biestmilch, sprich die vierfache Tagesdosis. Am Morgen eingenommen, hatteich bei dem Booster das Gefühl, dass ich eine permanente Biestmilchzufuhr habe. So war jedenfalls mein Eindruck.
Nach zwei Tagen mit Booster, stieg ich wieder auf meine normale Tagesdosis (eine Kautablette) um. Ich hatte auch keinerlei Beschwerden mehr, die mich dazu veranlasst hätten veranlassen können, eine eine höhere Dosis anzusetzen.


